Der Klimawandel und die CO2-Konzentration

17.01.2021

Der Klimawandel und die CO2-Konzentration

Auf der Erde wird es immer wärmer und wärmer. Ausbleibender Schnee im Winter in unserer Region, lange Trockenheitsperioden mit darauffolgenden Häufungen von Unwettern im Sommer, sowie auch die enormen Schneemengen in Mittelgebirgslagen, wie wir sie zur Zeit in Österreich gerade erleben, sind Auswirkungen davon. Einige Zeit war man sich noch unsicher, wer oder was daran Schuld ist, viele vermuteten die Sonne dahinter. Das ist allerdings falsch: Seit ca. 30 Jahren weiß man, dass der Mensch das Klima verändert, beziehungsweise das durch den Menschen verursachte Ausstoßen von Treibhausgasen. Die Kraft der Sonne hingegen nimmt seit Mitte des 20. Jahrhunderts ab - die CO2-Konzentration steigt hingegen seit der Industrialisierung rapide an.

Der natürliche Treibhauseffekt ist gut und notwendig, sonst wäre es auf der Erde durchschnittlich um mehr als 30 Grad kälter. Das ergäbe eine durchschnittliche Temperatur von minus 18 Grad. Heute sind sich jedoch rund 97 Prozent der Wissenschaftler einig, dass der Klimawandel maßgeblich vom Menschen verursacht wird und kein natürlicher Prozess ist. Gut kann man den Anstieg der Menge von CO2 an der Grafik unten erkennen. Alle Personen, die nach 1910 geboren wurden, sind bei einer CO2-Konzentration von mehr als 300 ppm (das sind "Parts per Million") zur Welt gekommen. In den letzten 800.000 Jahren gab es keinen so hohen Wert - und das Schlimme: Seit 1910 steigt diese Kurve weiter steil an. Mittlerweile sind wir, etwa 100 Jahre später, bei über 400 ppm angekommen. Vor 800.000 Jahren lag die CO2 Konzentration übrigens noch bei etwas mehr als 200 ppm, mittlerweile hat sie sich verdoppelt. Natürlich gab es immer wieder Schwankungen, doch diese erstreckten sich über mehrere hunderte oder tausende Jahre und nicht nur auf circa 150 Jahre - außerdem gingen sie nie über 300 ppm. Übrigens, die Corona-Krise hat auf die CO2-Konzentration eine fast nicht messbare Auswirkung . Es wurde zwar etwas weniger CO2 ausgestoßen, und die Luftqualität war besser, die CO2-Konzentration steigt aber weiter, da sich dieses Gas sehr lange (nach 1000 Jahren sind immer noch 15% - 40% übrig) hält.

Analog zur Menge an CO2 und generell der Konzentration der Treibhausgase steigt auch die Temperatur global an. Dies kann man an der zweiten interaktiven Grafik gut erkennen. 2016 war übrigens weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1880. Es kam mit einem um 1,1 Grad wärmeren Wert als in der vorindustrielle Zeit schon sehr knapp an das derzeit festgesetzte Klimaziel von 1,5 Grad heran. Die fünf wärmsten Jahre seit Aufzeichnungen waren übrigens 2016, 2019, 2015, 2017 und 2018 und sind demnach alle noch nicht länger als 10 Jahre her.

Auch auf einen meiner Artikel aus dem letzten Jahr zu Permafrostböden möchte ich bei dieser Gelegenheit hinweisen. Permafrostböden zum Beispiel zählen zu den Kippelementen. Wird eine bestimmte Durchschnittstemperatur überschritten ist der Prozess, dass Permafrostböden auftauen, irreversibel (also nicht mehr rückgängig zu machen). In diesen Böden sind jedoch riesige Mengen an CO2 und Methan enthalten, der Klimawandel beschleunigt sich dann letztendlich von selbst.

Dies alles gilt es zu verhindern, wenn man nicht massive Probleme und riesige Mengen an Klimaflüchtlingen aufgrund des steigenden Meeresspiegels haben möchte. Zusammengefasst darf und sollte der Klimawandel daher nicht noch länger unterschätzt werden.

Quellen & Copyright:

Artikel basiert auf:
Diagramme: ourworldindata.org (CC BY 4.0)